Saponaria

Seifenkraut, Nelkengewächs, Caryophyllaceae

Gattung:

Saponaria umfasst etwa 39 Arten (Kew 2023), die hauptsächlich in den Gebirgen Südeuropas und Südwestasiens beheimatet sind mit Mannigfaltigkeitszentrum in Anatolien.
 

Saponaria calabrica

Kalabrisches Seifenkraut,
Saponaria calabrica
Nelkengewächs, Caryophyllaceae

 

Steckbrief:

Bis 25 cm hohe, niederliegende bis aufsteigende, stark verzweigte Einjährige mit drüsig behaarten Stängeln und spateligen, sitzenden Blättern. Blütenstand rispig, Blüten zu 1−3, lang gestielt. Blütenstiele aufrecht oder abstehend, länger als der Kelch. Blüten dunkelrosa, mit Nebenkrone. Kronblattzipfel trommelschlägelförmig, Kelch zu einer Röhre verwachsen. Blütezeit Mai bis Juli.
 

Heimat:

Italien und Balkanhalbinsel.
 

Nutzung:

Keine. In der heimischen Gartengestaltung spielt die Art praktisch keine Rolle, auch wenn sie sich seit 1825 in Kultur befindet (Jäger & al. 2008).
 

Ausbreitung:

Ganz vereinzelt verschleppt auftretend.
DEUTSCHLAND:
1937 am Güterbahnhof Ulm und am Auffüllplatz Ulm-Söflingen in Baden-Württemberg (Müller 1948, Hand & Thieme 2024), 2016 in einem ruderalisierten Streuobstgelände bei Neubrunn nahe Würzburg in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), 1890 in Hannover-Döhren in Niedersachsen (Scheuermann 1911, Hassler & Muer 2022) und bei der Großmarkthalle Leipzig in Sachsen (Fiedler 1944, Gutte 2006).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).

 
Weiter Art:

Saponaria orientalis

Das Östliche Seifenkraut, Saponaria orientalis, ist von Anatolien bis Turkmenistan beheimatet und wird für das Gebiet 1891 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910, Hand & Thieme 2024) angegeben. Subspontan auch für Großbritannien (Clement & Foster 1994) angegeben.
 

Quellen

Clement E. J. & Foster M. C. (1994): Alien plants oft he British Isles – London: Botanical Society of the British Isles. 591 p.

Fiedler O. (1944): Die Fremdpflanzen an der Mitteldeutschen Großmarkthalle zu Leipzig und ihre Einschleppung durch Südfruchttransporte 1937-1942 – Hercynia 3 (7/8): 608-660.

Gutte P. (2006): Flora der Stadt Leipzig, einschließlich Markkleeberg – Weißdorn-Verlag, Jena, 278 S.

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.



Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Müller K. (1948): Beiträge zur Kenntnis der eingeschleppten Pflanzen Württembergs 1.Nachtrag – vnm-ulm.de/mitteilungen

Scheuermann R. (1911): Beitrag zur Kenntnis der bei der Stadt Hannover und in ihrer Umgebung auftretenden Adventivpflannzen – Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover 60-61: 5065-5085.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11−171.