Rorippa

Sumpfkresse, Kreuzblütler, Brassicaceae

Gattung:

Rorippa, im derzeitigen Verständnis, umfasst etwa 8 Arten und ist fast weltweit verbreitet (Kew 2023). In den letzten Jahrzehnten wurde Nasturtium oft in Rorippa inkludiert, molekular-phylogenetische Forschungen zeigten aber, dass Nasturtium als eigenständige Gattung beibehalten werden sollte und dass es näher mit Cardamine als mit Rorippa verwandt ist (Al Shehbaz & Price 1998).
 

Rorippa lippizensis

Karst-Sumpfkresse,
Rorippa lippizensis,
Kreuzblütler, Brassicaceae

 

Steckbrief:

Bis 25 cm hohe Staude mit Grundblattrosette und unpaarig gefiederten Blättern. Fiederpaare 1−4, Blattfiedern linealisch bis schmal-lanzenförmig. Kelchblätter 2−2,5 mm lang, 0,7−0,8 mm breit, schmal elliptisch, gelbgrün, kahl. Kronblätter (3) 4−5 mm lang und etwa 1,5 mm breit, 1,5−2 × länger als die Kelchblätter. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Heimat:

Balkanhalbinsel und Süd-Rumänien.  
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH:
Ehemals unbeständig am Bahnhof Föderlach in Kärnten (Pehr 1938, Hartl & al. 1992, Walter & al. 2002, Glaser & al. 2025) und in Wiener Neustadt in Niederösterreich (Hegi 1986). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1938 (Glaser & al. 2025). Die Angabe für Kärnten ist nach Hegi (1986) zweifelhaft. Die Angabe für Niederösterreich wird in der aktuellen Neophytenflora für Österreich (Glaser & al. 2025) nicht wiedergegeben.
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan auch in Italien (Jalas & Suominen 1994).

 

Quellen

Al-Shehbaz I.A. & Price R.A. (1998): Delimitation of the genus Nasturtium (Brassicaceae)., Novon 8(2): 124-126.

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Hartl H., Kniely G., Leute G.H., Niklfeld H. & M. Perko (1992): Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Kärntens. — Klagenfurt, 451 S.



Hegi G. (1986): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 4 (Teil 2), 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 598 S.

Jalas J. & Suominen J. (1994): Atlas Florae Europaea 10 – Cruciferae (Sisymbrium to Aubrieta). Akateeminen Kirjakauppa Helsinki. 224 S.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Pehr F. (1938): Neue bemerkenswerte Pflanzenfunde in der Umgebung von Villach. Carinthia II 128/48: 77–80.