Rhodanthe

Sonnenflügel, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Rhodanthe umfasst etwa 46 australische Arten (Kew 2023).
 

Rhodanthe chlorocephala

Rosa Sonnenflügel,
Rhodanthe chlorocephala
(Syn.: Helipterum roseum)
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm hohe Einjährige mit bläulichgrünen, linealischen Blättern und einzeln stehenden Blütenkörben. Spreublätter mehrreihig angeordnet, spitz, rosa bis weiß. Röhrenblüten gelb bis dunkelbraun. Blütezeit Juli bis Oktober.
 
 

Heimat:

Westaustralien.
 

Nutzung:

Zierpflanze.
 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1853 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Vor allem durch Gartenauswurf subspontan auftretend.
DEUTSCHLAND:
1996 auf einer Erd- und Bauschuttdeponie westlich von Sand in Bayern (Meierott 2008, Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Ehemals für Gstaad bei Saanen im Berner Oberland (Thellung 1919) angegeben.
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).

 
 
 
Weitere Arten:

Rhodanthe manglesii

In Westaustralien ist der Mangles-Sonnenflügel, Rhodanthe manglesii (Syn.: Helipterum manglesii) beheimatet. Er wurde von James Mangles (1786−1867) am Swan River Colony nahe von Perth gesammelt und Samen davon zu Robert Mangles in Sunninghill nach England gebracht.  Benannt ist die Art nach James Mangles (1786−1867). Mangles war britisch-australischer Offizier, Naturforscher, Gärtner und Schriftsteller. Mit seinen Brüdern Robert und George, die sein Interesse an Pflanzen teilten, war er aktiv am botanischen, gartenbaulichen und kommerziellen Leben des frühen kolonialen Westaustraliens beteiligt.
In Europa ist die Art seit spätestens 1832 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Sie wird selten als einjährig Zierblume kultiviert und im Gebiet 1891 adventiv für Spremberg in Brandenburg (Wesenberg & al. 2017) angegeben. Subspontan 1950 auch für Tschechien angegeben (Pyšek & al. 2012). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.

 

Rhodanthe pygmaea

In West- und Südaustralien ist der Zwerg-Sonnenflügel, Rhodanthe pygmaea (Syn.: Helipterum pygmaeum) beheimatet. Er spielt als unauffällige Art in der Gartengestaltung keine Rolle, wird aber 1936 eingeschleppt für die Spinnerei Coßmannsdorf in Sachsen (Probst 1949) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 
 

Quellen

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Gederaas L., Loennechen Moen T., Skjelseth S. & Larsen L.-K. (2012): Alien species in Norway, with the Norwegian Black List - http://www.scales-project.net/NPDOCS/
AlienSpeciesNorway_2012_scr_9C0ee.pdf

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Meierott L. (2008): Flora der Haßberge und des Grabfeldes – Neue Flora von Schweifurt. 2 Bände, IHW-Verlag, Eching.



Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Probst R. (1949): Wolladventivflora Mitteleuropas – Solothurn. 192 Seiten.

Pyšek P., Danihelka J., Sádlo J., Chrtek J. jr., Chytrý M., Jarošík V., Kaplan Z., Krahulec F., Moravcová L., Pergl J., Štajerová K. & Tichý L. (2012): Catalogue of alien plants of the Czech Re­public (2nd edition): checklist update, taxonomic diversity and invasion patterns. – Preslia 84: 155–255.

Thellung A. (1919): Beiträge zur Adventivflora der Schweiz (III) – Mitteilungen aus dem botanischen Museum der Universität Zürich.

Wesenberg J., P. Gebauer, C. M. Ritz & K. Wesche (2017): Virtuelles Herbarium der Lausitz, Herbarium Senckenbergianum Görlitz – webapp.senckenberg.de/lausitzherbar